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Wirtschaft & Recht 

3. März 2010

USA/JAPAN: Einbruch der Elektroproduktion im Jahr 2009


Nach einem Jahr rückläufiger Produktionszahlen in der Elektroindustrie richten die beiden größten Volkswirtschaften ihren Blick relativ optimistisch nach vorne.


 

USA und Japan – Einbruch der Elektroproduktion 2009

 

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt – die USA und Japan – kämpfen sich aus der Krise. Die Wirtschaftsleistung der USA ist letztes Jahr um zweieinhalb Prozent gesunken und wird nach der jüngsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr um 2,7 Prozent steigen. Die Arbeitslosenquote hat im Jahresdurchschnitt 2009 mit nahezu zehn Prozent den höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht. In Japan ist das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um fünf Prozent geschrumpft und wird im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,7 Prozent zulegen. Die Arbeitslosenquote stieg hier auf über fünf Prozent, den höchsten Wert seit sechs Jahren.

 

Das Verarbeitende Gewerbe in den USA hat 2009 einen Umsatz von 4.376 Mrd. US-$ erzielt – ein Minus von 15 Prozent gegenüber 2008. Die US-Elektroindustrie (ohne Fahrzeugelektrik) hat dabei einen Umsatzrückgang von elf Prozent auf 451 Mrd. US-$ verzeichnet (siehe Grafik 1). Mit plus fünf Prozent konnte der Bereich Elektromedizin, Mess- und Steuerungstechnik als einziger ein Plus erzielen. Vergleichsweise geringe Rückgänge wiesen Such- und Navigationssysteme (minus 1 Prozent) sowie die Beleuchtungstechnik (minus drei Prozent) aus. Kräftige Umsatzeinbußen haben 2009 die Elektrohausgeräte und die Informationstechnik mit jeweils minus elf Prozent, die Kommunikationstechnik (minus 14 Prozent) oder auch die elektronischen Bauelemente (minus 16 Prozent) hinnehmen müssen. Am stärksten hat es die Energietechnik getroffen. Hier betrug der Umsatzeinbruch ein Viertel. Die deutschen Elektroexporte in die USA sanken im Jahr 2009 um insgesamt 20,2 Prozent.

 

Das japanische Handelsministerium weist für 2009 einen Rückgang der realen (d.h. preisbereinigten) Produktion im Verarbeitenden Gewerbe um 22 Prozent aus. Auch Japans Elektroindustrie hat 22 Prozent weniger hergestellt als noch im Jahr zuvor (siehe Grafik 2). Seit dem Tiefstpunkt im Februar letzten Jahres hat sich die Lage aber wieder gebessert, zum Jahresende 2009 konnte wieder das Niveau aus November 2008 erreicht werden. Im Jahresmittel 2009 lag die Produktionsleistung allerdings noch vier Prozent unter dem Stand von 2003. Die geringsten Rückgänge haben Elektrohausgeräte und die Unterhaltungselektronik mit jeweils minus 13 Prozent, die Elektromedizin mit minus 15 Prozent sowie Transformatoren, Umrichter und Schweißgeräte mit minus 21 Prozent verzeichnet. Heftiger als den Branchendurchschnitt hat die Krise die Schaltgeräte und -anlagen, sowie die elektronischen Bauelemente mit jeweils minus 23 Prozent getroffen. Die Informationstechnik (minus 19 Prozent) und die Kommunikationstechnik (minus 27 Prozent) gehören ebenfalls zu den am stärksten heimgesuchten Bereichen. Die deutschen Elektroexporte nach Japan gingen im Jahr 2009 um 22,7 Prozent zurück.

 

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